19. Juni 2021

Ausgezeichneter Saisonauftakt –
E.-J. Grießmeier ist Bayer. Meister Feld

Sportliches Engagement hat Krise gut überstanden! – Das zeigte sich
am Sonntag, dem 20. Juni, als sich über 130 Bogenschützen aus ganz Bayern im oberfränkischen Bronn zur Landesmeisterschaft im Feldbogen einfanden. Aufgrund der Corona-Restriktionen wurde dieses Jahr auf Bezirksmeisterschaften verzichtet und es ging gleich auf Landesebene
zur Sache.

Ausgezeichneter Saisonauftakt – 
E.-J. Grießmeier ist Bayer. Meister Feld

Feldbogen-Nachwuchs der Juniorenklasse (v. li. n. re.): Daniel Deininger (TSV Natternberg), Elias-Jannis Grießmeier (SV Neuendettelsau), Gregor Sehlke (BS Sittenbach) und Lukas Wildgruber (PSV München). (Foto: T. Kiesewetter)

Feldbogen ist zwar nicht olympisch, gehört aber – wie auch die 3D-Meisterschaften (bei denen die üblichen Zielscheiben mit Tierfiguren aus Schaumstoff ersetzt werden) – zu den Qualifikationsrunden des Weltverbandes „World Archery“.


Die Herausforderungen bei den rund 6-stündigen Feld-Wettkämpfen sind nicht zu unterschätzen. Denkarbeit und Erfahrung sind gefragt. Zum einen müssen die Schützen das Gelände beherrschen. Die Parcours verlaufen durch Wald und Wiese, wodurch die Schützen an jeder Scheibe eine neue Standsituation vorfinden, von 

der aus z. B. steil nach oben oder unten gezielt werden muss. Zum anderen ist räumliches Verständnis erforderlich. Die Hälfte der 24 Distanzen sind unbekannt 

und müssen von den Teilnehmern geschätzt werden. Auch die Trefferaufnahme unterscheidet sich zu der in der olympischen Runde üblichen „10er“-Wertung. 

So wird beim Feldbogen das begehrte „Gold“ der Schützen, also das Zentrum 

der Auflagen, mit nur max. 6 Ringen verbucht.


Dass man gerade beim Bogenschießen einen langen Atem braucht, wird jedem Neuling schnell bewusst. Wenn jemand mit viel Leidenschaft und Engagement sein Ziel verfolgt, ist es eben auch gerade dieser Ansporn, der einen Krisenfest werden lässt. Das unter Beweis zu stellen, gelang Elias-Jannis Grießmeier vom „SV Edelweiß“ mit Bravour. Trotz der besonderen Lage der letzten Monate konnte er seine Technik erheblich verbessern und sich gegen die im Feldbogen erfahreneren Konkurrenten durchsetzen. In seinem ersten Jahr als „Junior“ erreichte er mit 297 von insgesamt 432 möglichen Ringen den 1. Platz und konnte so – auch zum ersten Mal – den Titel „Bayerischer Meister“ mit nach Hause nehmen.


Der Startplatz zur Deutschen Meisterschaft „Feld“ am 24./25. Juli in Trier ist ihm

bereits sicher. Herzlichen Glückwunsch!


Aber auch in der "Olympischen Runde" können sich die Ergebnisse der Neuendettelsauer sehen lassen. Für die Bayerische Meisterschaft WA, vom 

30. Juli bis 01. August 2021 in Hochbrück, haben sich vier Edelweiß-Schützen zur Teilnahme qualifiziert: Elias-Jannis Grießmeier (Recurve Junioren, mit 617 Ringen), Andreas Hindera (Recurve Herren, 539), René Ohnemüller (Compound Master, 601) und Ernst Scheiderer (Recurve Senioren, 567).


Wir wünschen allen viel Erfolg bei den anstehenden Wettkämpfen! (SD)